Aktuelle Fahrzeuge

Die aktuellen Fahrzeuge der Feuerwehr Wissel: 

Das MTF ist bei LG Grieth untergebracht

LF16 auf Mercedes Benz Fahrgestell MB 1120

Funkrufname: FW Kalkar 07 HLF 20 1

Abgeholt am 21. März 1991 bei Firma Ziegler in Giengen

Das Löschgruppenfahrzeug ist der ganze Stolz einer jeden Feuerwehr. Das Löschgruppenfahrzeug, im allgemeinen einfach Feuerwehrauto genannt, bestimmt maßgeblich den Einsatzbereich einer Feuerwehr.

So kann einer eingeklemmten Person bei einem Verkehrsunfall meist nur mit hydraulischen Rettungsgeräten effektiv geholfen werden. Auch die Beladung mit Leitern spielt eine wichtige taktische Rolle im Brand- und Hilfeleistungseinsatz. So bestimmt die längste Leiter auf dem Fahrzeug die maximale Rettungshöhe in einem Einsatz. Leitern können aber auch als Tragen, als Schlauchüberführungen, als Abseilhilfe in Kanalschächten und zur Eisrettung eingesetzt werden. Je leistungsfähiger die Kreiselpumpe eines Fahrzeuges ist, um so mehr Wasser kann pro Minute befördert werden. Dies ist bei großen Bränden ebenfalls sehr wichtig. Auch die Tankgröße eines Löschgruppenfahrzeuges ist von Wichtigkeit.

An einem Löschgruppenfahrzeug ist jedes Teil wichtig. Auf unserem Tag der offenen Türe im Oktober können Sie sich unser Fahrzeug gerne Live ansehen und sich auch die einzelnen Hilfsmittel zur Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung erklären lassen.

Technische Daten:

 

Fahrgestell: Mercedes-Benz 1120 AF/3649
Motorleistung: 150kW (204PS) bei 2600 U/min
Antriebsart: Allrad – Geländegängig
zul. Gesamtgewicht: 12.000 kg
Pumpe: Ziegler FP 16/8 als Heckpumpe mit TROKOMAT-Entlüftung
Nennleistung nach DIN: Bei 8 bar und 3m geod. Saughöhe: 1600 l/min
Löschwasserbehälter: 1200l aus GFK
Schnellangriffseinrichtung: Wasserführende Schlauchhaspel mit formfestem Druckschlauch

Beschreibung der Beladung:

Der tragbare Generator liefert Energie für zahlreiche Geräte, wie zum Beispiel unser Beleuchtungsgerät zur besseren Übersicht über die Einsatzstelle. Der Generator wird mit handelsüblichem Super Bleifrei betrieben.

Unser hydraulisches Rettungsgerät besteht aus der Schere, mit der wir bei einem Verkehrsunfall schnell, sicher und ohne Funkenbildung PKW- und LKW-Karosserieteile durchtrennen können, sowie aus dem Spreizer, mit dem wir ebenfalls einfach, schnell und sicher Karosserieteile verformen können, um der verunfallten Person im Falle eines Unfalls schnell helfen zu können

Unsere Schnellangriffsvorrichtung ist ständig mit Wasser gefüllt. Dadruch ist sie besonders schnell nutzbar. Zum Löschen kleinerer Feuer (Mülleimer, Papier …) ist diese Vorrichtung ideal. Auch bei einem Verkehrsunfall, bei dem mindestens zwei voneinander unabhängige Löschmittel zur Verfügung stehen müssen, wird er oft eingesetzt.

In unserem Geräteraum befindet sich auch eine Kettensäge, sowie die zugehörige Schutzkleidung, der Schutzhelm und diverse Pflegemittel für Kette und Motor. Vor allem bei heftigerem Unwetter (z.B. Kyrill) kommt die Kettensäge häufig zum Einsatz, um auf die Straße gefallene Bäume zu zerkleinern und aus dem Weg zu schaffen.

In unserem Geräteraum befinden sich natürlich auch Schläuche der Größen B und C, sowie die dazu passenden Strahlrohre. Mit dem Standrohr können wir das Wasser aus den Hydranten des städtischen Wassersystems entnehmen.

Schaummittel ist in sechs Kanistern auf unserem Auto vorhanden, sowie der zugehörige Zumischer und das Schwerschaumrohr. Schaum wird z.B. beim Brand von Gummireifen oder Kunststoffen eingesetzt.

Im hinteren Teil unseres Löschgruppenfahrzeuges befindet sich die Feuerlöschkreiselpumpe der Firma Ziegler. Mit dieser Pumpe können wir Wasser aus Saugbrunnen, offenen Gewässern (Seen, Teiche, Flüsse, Swimming Pools etc.) und aus Hydranten entnehmen. Bei der Wasserversorgung über lange Strecken könnte unsere Pumpe auch durch eine andere Pumpe Wasser erhalten. Im Regelfall bedient der Maschinist die Pumpe. Im Pumpenraum befindet sich ein zusätzlicher Lautsprecher, über den der Maschinist den Funkverkehr über das 4m-Band mithören kann. Somit muss niemand zusätzlich zur Überwachung des Funkverkehrs in der Mannschaftskabine sitzen.

Oberhalb der Pumpe befinden sich zusätzliche Gerätschaften für die Wasserversorgung, wie z.B. der Saugkorb, der beim Ansaugen an offenem Gewässer dafür sorgt, dass keine größeren Steine oder Müll angesaugt wird, und die Pumpe beschädigen könnte. Mithilfe des Saugkorbes ist auch ein sogenanntes „Anschütten“ der Saugleitung möglich. Dies ist im Falle eines Defekts der Ansaugvorrichtung erforderlich.

An der Hinterseite des Löschfahrzeuges befindet sich eine Leiter, mit der man auf das Dach des Fahrzeuges gelangt.

Im Geräteraum findet sich auch unser AED-Gerät und unser Notfallrucksack.

Unsere Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen sind in allen Dingen die sie tun bestens ausgerüstet und ausgebildet. Durch jährliche Wiederholung der wichtigen Feuerwehrdienstvorschriften und Sicherheitsunterweisungen, sowie das regelmäßige Üben helfen dabei, Einsätze mit einem höchsten Maß an Sicherheit durchzuführen.

Zusätzliche Atemschutzgeräte im Geräteraum ermöglichen es uns, bis zu sechs Feuerwehrleute gleichzeitig mit Atemschutzgeräten auszurüsten.

Die Schlauchtragekörbe, jeweils gefüllt mit drei C-Schläuchen, ermöglichen ein sehr schnelles Verlegen von Schlauchleitungen am Einsatzort. Ein Feuerwehrmann hält das Ende fest und der Andere läuft los. Durch die schlangenförmige Anordnung der Schläuche im Schlauchtragekorb rollen sich die Schläuche von selbst ab. Durch diese Technik können zwei Feuerwehrleute alleine fast die gesamte Wasserversorgung ab Verteiler aufbauen.

Im Hintergrund sieht man unsere Haspel. Diese ist mit sieben B-Schläuchen ausgestattet und ermöglicht ein sehr schnelles Verlegen der Schlauchleitung vom Hydranten zum Fahrzeug, damit die Wasserversorgung vor Ort schnell sichergestellt ist. Auch diese Aufgabe ist von nur zwei Feuerwehrleuten durchführbar.

Mit unserer Tauchpumpe helfen wir den Bürgern von Wissel und Umgebung, falls, durch einen Unfall oder durch höhere Gewalt, z.B. der Keller unter Wasser steht. Ein Sickerschacht ist hier von Vorteil, da unsere Pumpe ab einem Wasserstand von ca. 4cm nicht mehr saugen kann. 4 cm bei einer ganzen Kellerfläche sind aber immer noch eine ganze Menge Wasser.

Der Schnellangriffsverteiler ist ein normaler Verteiler mit einer angekuppelten B-Länge. Dieser Verteiler ermöglicht es einem einzigen Feuerwehrmann, die Wasserversorgung vom Fahrzeug zum Verteiler binnen Sekunden herzustellen. In Verbindung mit den Schlauchtragekörben ist so eine sehr effektive Herstellung der Wasserversorgung möglich.

Das Sprungtuch befindet sich ebenfalls auf unserem Fahrzeug. Für das Instellung-bringen werden 16 Personen benötigt, wobei Passanten in diesem Falle zu Hilfe gerufen werden können. Ein Sprungtuch ist kein Rettungsmittel, es dient nur als Sicherung.

Im Mannschaftsraum des Fahrzeuges befinden sich zwei Atemschutzgeräte. Diese können vom Angriffstrupp schon während der Fahrt angelegt werden, sodass der Angriffstrupp bei Ankunft an der Einsatzstelle bereits fertig für den Einsatz ist.

Auf dem Beifahrersitz sitzt der Gruppenführer. Er leitet den Einsatz und führt die Gruppe. Er bedient auch das Funkgerät und bestimmt die Aufstellung des Fahrzeuges. Der Gruppenführer ist durch seine rote Weste mit der Aufschrift „GruFü Wissel“ zu erkennen.

Der Maschinist bedient das Fahrzeug und dessen Aggregate. Er hilft den Trupps ebenfalls bei der Entnahme der Geräte. Er sitzt auf dem Fahrersitz und fährt das Fahrzeug auf dem Weg zum Einsatz.

Unser Fahrzeug ist mit einem Navigationsgerät ausgestattet. Wir haben das Navigationsgerät dann mit allen Hydranten von Wissel, Grieth und Emmericher-Eyland versehen, wodurch wir an der Einsatzstelle sofort wissen, wo sich die nächstgelegene Wasserversorgung befindet.
Die Feuerwehr Kalkar hat dieses System ebenfalls eingeführt und wir haben unsere Daten bereits zusammengeführt. Bei Einsätzen außerhalb unseres gewohnten Ausrückgebietes (Wissel) ist dieses System eine großartige Hilfe.